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Barrierefreiheit und Apple (II)

Posted in Uncategorized by humpaaa on 28. September 2007

Durch die Telefonnummer als GrafikTheodors Hinweis auf Spassigkeiten im Quelltext des neuen Applestores hab ich mal geschaut, in wieweit noch das hier monierte Problem mit der Barrierefreiheit der Store-Telefonnummer besteht.

Das Problem wurde behoben. Auch sonst scheinen die Schwierigkeiten bzgl. der Übersetzungen der Grafiken, die im Store angezeigt werden behoben zu sein. So etwas freut und lässt hoffen!

die Telefonnummer als Text

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Der Wert der Freiheit

Posted in Uncategorized by humpaaa on 26. September 2007

Kann man sich Freiheit erkaufen?

Das mag für Manager und Politiker durchaus stimmen, für eine Gesellschaft bzw. ein gesamtes Volk gestaltet sich dies allerdings schon schwieriger.

Freiheit erfordert politische Arbeit. Erfordert Einsatz. Erfordert Koordination. Erfordert Demonstration. Erfordert aber vor allem Geld. Geld um all diese Aktionen zu starten, die nötig sind, um Freiheit salonfähig zu machen. Um dem restlichen Volk den Wert der Freiheit nahe zu bringen.

Der AK Vorratsdatenspeicherung hat am vergangenen Samstag eindrucksvoll gezeigt, was durch geschickte Vernetzung und unendlich viel ehrenamtlicher Arbeit möglich ist. Mit Hilfe von vielen anderen Organisationen wurde die größte Demo für Datenschutz und Bürgerrechte seit 20 Jahren organisiert.

Es ist Zeit, dem Bündnis Tribut zu zollen. Ein Schulterklopfen reicht leider nicht. Mit Lob kann man keine Rechnungen bezahlen.

Es ist Zeit sich finanziell einzubringen.

Im Rahmen der diesjährigen re:publica wurde bereits im April ein Aufruf gestartet, der einfacher in seiner Form eigentlich nicht sein konnte.

Ingmar Redel versprach:

Ich werde 5 EUR im Monat spenden an den AK Vorratsdatenspeicherung, wenn 500 Menschen das Gleiche tun.

Der Zeitraum ist bis Ende September anberaumt. „Bis dahin sollte es doch machbar sein, 500 Menschen zu finden, denen ihre Freiheit wichtig genug ist.”
Die Rechnung wurde jedoch ohne den Wirt gemacht. Bis heute haben lediglich eine traurige Anzahl von 154 Leuten ihr Versprechen abgegeben. 346 fehlen noch. Bis zum 30. September scheint dies unmöglich.

Auch wenn dieses Versprechen fehlschlagen wird, hindert dies natürlich niemanden daran, eigenmächtig einen Dauerauftrag zu Gunsten des AK einzurichten.

Und auch ohne ein derartiges Versprechen sind Einzelspenden willkommen und dringend nötig! Die taz bringt es (auch wenn sie anscheinend noch Schwierigkeiten hat, sich für ein Datum zu entscheiden) auf den Punkt: Unter der Überschrift Datenschützer demonstrieren sich arm wird auf die finanzielle Schieflage des Arbeitskreises hingewiesen.

Die taz ist sich bei dem Datum nicht sicher

(via)

Freiheit?! Nicht mein Bier!

Posted in _politik by humpaaa on 22. September 2007

Unglaublich, dass selbst ein Münchener Bierfass der Redaktion der heutigen 20-Uhr-Tagesschau wichtiger war, als die Freiheit der Bürger unseres Staates!
Aber schön, dass mehr als 2.000 8.000 mehr als 15.000 mündige Bürger ihre Prioritäten anders gesetzt haben.

Andere haben aber immerhin berichtet.

Berlin 2007… heute schon was vor?

Posted in Uncategorized by humpaaa on 22. September 2007

Für alle, die heute nicht in Berlin für die Zukunft der Freiheit eintreten können, bietet Radio 1984 einen Live-Stream von der Demo. (Derzeit leider mit ein paar tschechischtechnischen Problemen. Aber sie arbeiten dran.) an.
Da ich leider aus Zeitgründen nicht in Berlin sein kann, bin ich froh, wenigstens so ein wenig daran teilhaben zu können.



Musiklinux Jacklab 1.0 erschienen

Posted in Allgemein by humpaaa on 17. September 2007

Die auf’s Musizieren spezialisierte Linuxdistribution Jacklab ist nun in Version 1.0 verfügbar. Jacklab basiert auf openSUSE 10.2 und beinhaltet einen speziellen Echtzeitkernel.

Jacklab wurde im Juni beim Audio mit Linux-Workshop im Kölner NewThinking Store ausführlich vorgestellt.

Der Download läuft derzeit eher schleppend. Ich werde aber beizeiten berichten.

Jacklab-Download via Bittorrent

Barrierefreiheit und Apple

Posted in Uncategorized by humpaaa on 12. September 2007

Bei meiner Suche im Applestore nach dem iPod-AV-Kabel eben ist mir aufgefallen, dass Apple sich einmal mehr einen feuchten Kehricht um brauchbare Lokalisierung ihrer Webseite kümmert.

Es ist ja wahrlich nichts Neues, dass Apple äußerst schlampig mit den Übersetzungen für die deutsche Webseite umgeht (wie zum Beispiel hier zu sehen).
Dies ist zwar durchaus ärgerlich, aber für die meisten Technikbegeisterten zu verschmerzen, da sie doch des Englischen in der Regel mächtig sind.

Ganz anders gestaltet es sich jedoch für Menschen, die auf brauchbare Textausgaben angewiesen sind. Sinnvolle Alternativ-Beschriftungen von Bildern sind existentiell für Sprachsysteme von blinden Menschen!
Applestore-Telefonnummer im graphischen BrowserApple nutzt diese zwar, lässt diese aber bei der Anpassung der Webseite für den deutschen Markt einfach bei den amerikanischen Texten. Bei Begriffen wie Order Status statt Bestellstatus mag dies egal sein. Bei Telefonnummern hingegen, ist dies jedoch nicht akzeptabel! Die Telefonnummer des deutschen Applestores (0800 2000 136) ist im oberen Bereich der Webseite nur in Form einer Grafik sichtbar. Schaut man sich die gleiche Seite in einem Textbasierten Browser wie zum Beispiel Lynx an, Applestore-Telefonnummer im textbasierten Browser (Lynx)so kommt jedoch Call 1-800-MY-APPLE als Telefonnummer zum Vorschein. Erst ganz unten taucht die deutsche Telefonnummer noch einmal als Text auf. Warum einem Menschen mit Behinderung der Bestellvorgang so erschwert werden muss, weiß wohl nur Apple selbst!

Ich empfehle den Mitarbeitern des Onlinestores einen Grundkurs in Barrierefreiem Internet oder für Applemitarbeiter, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind: Web Accessibility.

Der Video-Out der neuen iPods

Posted in Allgemein by humpaaa on 12. September 2007

Die iPod-Webseite iLounge beschäftigte sich vor fünf Tagen mit den Video-Out-Anschlüssen der neuen iPods. Mittlerweile ist die Nachricht dann auch bei macnews angekommen.
Apple sperrt wohl an den Anschlüssen Zubehör(kabel) von Fremdherstellern aus. Angeblich soll es nur möglich sein, die Videofunktion der iPods auf einem externen Device auszugeben, wenn man die neuen und teuren (49,– EUR) Originalkabel kauft und den iPod darüber anschliesst. In den Kabeln sollen sich Chips befinden, die die Funktionen freischalten. Für die älteren iPods gibt es Kabel (inkl. Scart-Adapter) von Herstellern wie Artwizz für nicht mal 13,– EUR. Selbst das ursprüngliche Originalkabel von Apple kostet keine 19,– EUR.
Das Ganze hat schon einen TCPA-Charme und gefällt mir so gar nicht. Vor allem passt es meines Erachtens überhaupt nicht zu den Äusserungen von Steve Jobs bezüglich DRM und Co. Konsequenz geht anders!

Sobald wir dann irgendwann mal endlich die neuen iPods samt Zubehör im Laden haben, werde ich das selber mal ausprobieren.

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Programmhinweis: Chaosradio 127

Posted in Uncategorized by humpaaa on 29. August 2007

Sehr Beruhigendes habe ich eben in Kai Ravens Rabenhorst gelesen. Heute geht es im Chaosradio über Biometritis 2007 – Biometrische Vollerfassung mit den neuen Pässen. Nicht, dass mich Biometrie beruhigen würde – im Gegenteil! Allerdings war gestern im Wiki der Sendung unter der Nummer 127 noch zu lesen, es ginge um Online-Spiele.

Ich hatte schon befürchtet, dass das heutige Chaosradio nach der Low-Level-Sendung letzten Monat über OS X wieder so eine Weichspülerveranstaltung wird. Nachdem ich ja das neue Chaosradio mit Jakob Kranz nach den ersten Folgen überaus loben musste, so hab ich bei dem Kram, den sich Tim und Pavel da mit Jakob zusammengelabert haben, bei allem Respekt für die drei Beteiligten und Liebe zum Betriebssystem an sich, echt die Ohren anlegen müssen.

Es ist davon auszugehen zu hoffen, dass die Sendung heute wieder mehr Substanz haben wird. Biometrie im Chaosradio ist zwar alles andere als neu, aber ist ja nun mal nach wie vor ein heißes Thema, das über die Zeit nicht weniger aktuell geworden ist.

Aus den Infos zur Sendung:

Seit einem Jahr haben Reisepässen einen Funkchip eingebaut, unser Passfoto ist digital vermessen. Ab November müssen wir unsere Fingerabdrücke abgeben, wenn wir einen neuen Pass beantragen. Und 2008 sollen die neuen Personalausweise folgen – ebenfalls mit Chip und Biometrie. Selbstverständlich nur zu unserer Sicherheit.

Was funktioniert das alles und wie kann man sich dagegen wehren? Sind die Reisepässe sicher vor Datenklau? Und was passiert, wenn uns der Computer an der Grenzkontrolle nicht erkennt? Chaosradio möchte mit euch darüber sprechen, ob ihr euch einfach so biometrisch erfassen lassen wollt und welche Bedenken ihr habt.

Im Studio sind Frank Rosengart, Constanze Kurz (beide CCC) und Jakob Kranz (fritz).

Wie man Chaosradio am besten empfängt, erfährt man auf der Streaming-Seite des Wikis. Und für Leute wie mich, die es nie schaffen, die Sendung live – los geht’s um 22h – zu hören wird es dann auch wieder auf der Chaosradio-Webseite diese als Podcast geben. Zur Sendung gibt es auch wieder eine Mitmachseite.

Update: Das Thema wurde erneut kurzfristig geändert. Statt Biometritis gab es „Der Bundestrojaner Reloaded“.