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Mixotic: Die ersten 100 sind voll

Posted in Allgemein by humpaaa on 11. September 2007

Seit gut zweieinhalb Jahren hat sich das deutsche Netlabel Mixotic dem digitalen Mixtape verschrieben. Mit Labelgründer Q-Mans „Heart Trip erschien am 13. März 2005 das erste DJ-Set auf dem Label, das damals noch den schönen Namen Zerinnerung trug. Ein auf Mixsets basierendes Label löste bei mir jedoch erstmal nur große Belächelung statt Begeisterung aus. Doch mit der Zeit stellte sich bei mir ein „Haben-Wollen“ mit jeder neuen Woche ein und ich freue mich bereits auf das neue Set eines der zahlreichen aufstrebenden jungen DJs, die sich ob aus Idealismus oder sei es nur, weil sie kein Geld für den Kauf von Platten haben, der freien Musik widmen. Die Beweggründe sind letztlich egal, denn um es mit den Worten der wandelnden Spendenaffäre zu sagen: „Entscheidend ist, was hinten rauskommt.„. Und das sind vor allem immer wieder begeisternde DJ-Mixe, die Spass machen.

Mixotic Allstars Cover 100Ich weiss nicht, was für diese Begeisterung meinerseits der ausschlaggebende Faktor war. Zwei Dinge spielen gewiss eine Rolle. Zum Einen das konsequente Spielen der neusten Tracks in Tim Pritloves Podcast Chaosradio Express und zum Anderen der absolut grandiose PentagonikLabelmix von Cotumo.

Gestern feierte Mixotic nun das hundertste Set.

„Mixotic is proud to present the 100th mix. This release is a special project made by 12 DJs. Everyone mixed in his favourite track and sent the file to the next artist. Contributors are Q-Man, Tom Larson, Kudu, Oliver Günsel, Jacksonblack, Cotumo, Theme Fe, KarPe, DJ L’embrouille, The Ascent, Jonny Jay and Entactogen. Get it and be part of the party!“

Und wer nun meint, dass viele Köche den Brei verderben würden, den sollte dieser Mix Lügen strafen! Es rockt! Herzlichen Glückwunsch auch von meiner Seite und weiter so.

Freie Musik auf Holländisch

Posted in Uncategorized by humpaaa on 30. August 2007

Es sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass das kleine Ländchen links von uns (Profis nennen sowas westlich) in den einen oder anderen Dingen dezent progressiver als wir™ (aka Du bist Deutschland) eingestellt sind.

Neu im Programm des Fortschritts ist die im Rahmen eines Pilotprojekts angekündigte Zusammenarbeit der Buma/Stemra mit Creative Commons Niederlande. In den Niederlanden sollen nun Mitglieder der Verwertungsgesellschaft die Möglichkeit haben, ihre Werke unter Creative Commons-Lizenzen für den nichtkommerziellen Bereich zu stellen und umgekehrt. Derartiges ist in Deutschland leider derzeit unmöglich. Die GEMA sieht in Creative Commons keine Alternative „zum gewachsenen und bewährten System der Rechtewahrnehmung durch die Verwertungsgesellschaften“ wie im GEMA-Brief, Ausgabe 59 im September 2006 zu lesen war. Und so kann ein GEMA-Mitglied nicht sowohl unter CC als auch kommerziell veröffentlichen.

„Das einzelne Herauslösen von Werken aus dem Gesamtschaffen (cherry picking) ist einem GEMA-Mitglied nicht gestattet, denn dies gefährdet die in der kollektiven Rechtewahrnehmung begründete Interessenvertretung der Verwertungsgesellschaften.“

Und während in Deutschland einmal mehr das Internet mit den Änderungen, das es mit sich bringt, völlig verpennt wird, so haben in den Niederlanden die Leute früher gemerkt, dass das Internet mehr Flexibilität in der Verwaltung der Urheberrechte erfordert.

Seit dem 23.8. diesen Jahres läuft das Pilotprojekt und steht allen niederländischen Musikern und Textern für ein Jahr offen. Anschliessend sollen die daraus gewonnenen Ergebnisse ausgewertet werden.

Bis diese Erkenntnisse jedoch in Deutschland fruchten, vergehen vermutlich noch Jahre. Die GEMA und ihre Entscheidungsträger sind derart alt, verstaubt und träge, dass sie diesen „neumodischen Schnickschnack“ vermutlich noch lange Zeit wunderbar verdrängen können.

Ich freue mich an dieser Stelle einmal mehr auf den 31.12.2007. Dieser Tag wird für mich der letzte Tag meiner GEMA-Mitgliedschaft sein und endlich werde ich auch unter CC veröffentlichen können. Anders geht es hier ja leider nicht.

(via)

Und die machinedrum trommelt ein trauriges Lied.

Posted in Allgemein by humpaaa on 29. August 2007

Wie ich eben im Musiktechnik-Blog der de:bug lesen musste, verstarb Daniel Hanson im Alter von nur 33 Jahren am 19. August diesen Jahres infolge eines Autounfalls. Daniel Hanson war einer der Gründer der schwedischen Ausnahmemusikelektonikfabrikanten Elektron und maßgeblich an der Entwicklung der von mir heißgeliebten machinedrum, der sidstation und der monomachine.

Wer einmal einen Elektron-Klangerzeuger in seinen Händen halten, spielen und hören durfte, dem war klar, dass diese Geräte nicht von dieser Welt stammen konnten. Schwer vorzustellen, dass der Schöpfer nun in der Tat nicht mehr auf dieser Welt weilt.

Möge Dein Geist in den feinen Maschinchen auf ewig weiter leben! Und an den Rest der Elektronen sei gesagt: Fahrt vorsichtig!

(via)

Vorlagen einer Blockpartei

Posted in Uncategorized by humpaaa on 4. Juli 2007

Frank hat es angestoßen und ich hab mal wieder „Silent Alarm“ von Blog Bloc Party gehört. Ich mag Bloc Party. Wirklich! Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass die Band sich vor allem darin versteht, Vorlagen für erstklassige Coverversionen zu liefern. Owen Pallet von Final Fantasy schafft es z.B. This Modern Love entschieden mehr Seele zu geben. Und auch das direkt auf der CD folgende The Pioneers liegt mir in der Version von den Folk-Elektronikern tunng mehr. (Zugegebenermaßen wirkt das Youtube-Video jetzt nicht so toll, aber in echt kommt das besser! ;) )

Frank wird mich jetzt bestimmt wieder als Banause ansehen, aber damit kann ich leben. :)

Final Fantasy spielt übrigens auf dem diesjährigen überaus empfehlenswerten Melt!-Festival.

Die Suche nach dem eigenen Ich oder Komm ich jetzt im Fernseh’n?

Posted in Uncategorized by humpaaa on 30. Juni 2007

Neben Last.fm ist Discogs eine der grandiosesten Web-2.0-Erfindungen für den netzaffinen Musikliebhaber und/oder -macher. Nicht nur, dass man dort sehr anschaulich durch die Diskografien der einzelnen Künstler surfen kann um festzustellen, was einem noch fehlt oder auf welcher Platte denn noch dieser atemberaubend abgedrehte Dubstep-Mix drauf war, den man vor drei Wochen irgendwo am Strand von Kattenvenne mal gehört hat. Nein, es sind auch wundervolle Tools zur Suche nach dem eigenen Ich. Identität 2.0?! Wer bin ich?! Und vor allem: Was ist von mir selbst dort zu finden?!

 

Ist es bei fremden Künstlern nicht unbedingt selten, dass man ein unbekanntes Release findet, so sollten Überraschungen im eigenen Künstlerbereich dort eigentlich eher nicht der Regel entsprechen. Aber keine Regel ohne Ausnahme und so war es in meinem Fall neulich dann eine DVD eines Festivals, auf dem ich 2004 als Gastmusiker einer Industrialband auf der Bühne stand. Nun gut, ich erwarte ja gar nicht, dass man mich großartig fragt oder gar dafür bezahlt. Ein Belegexemplar wäre zwar nett gewesen, aber auch nicht zwingend erforderlich. Aber ein Hinweis auf die Existenz dieser hätte meines Erachtens schon drin sein müssen.
Nun gut, also hab ich mir die DVD diese Woche mal Everding haut alles kurz und kleinbestellt und heute erhalten. Ich bin es gewohnt, nicht sonderlich häufig bei Konzertmitschnitten im Bild zu sein. Aber bei dieser DVD muss ich echt umdenken. Über mangelnde Bildpräsenz kann ich mich wahrlich nicht beklagen (Subjektiv betrachtet, scheint der Mitschnitt zu gut 50% aus Bildern von mir zu bestehen *schluck*). Und wenn ich gerade mal so einen A-B-Vergleich anstelle, dann frage ich mich, ob ich vielleicht mal eine Mitbloggerschaft bei 321blog beginnen sollte. Aber das nur am Rande. Nett geworden ist der Mitschnitt ja. Allerdings hätte ich mir persönlich ein wenig mehr Präzision beim Videoschnitt zwischen den einzelnen Kameras gewünscht. Stellenweise wirkt es, als würde ich zu allem trommeln, aber nicht zum Stück, was gerade läuft.

 

Wozu bringt uns nun dieser kleine Exkurs in mein eher unspektakuläres Musikerdasein? Wenn man der Meinung ist, man würde sich kennen, dann sollte man sich mal auf die Suche nach der eigenen Identität im Netz machen. Man kann immer nur dazulernen. Von daher bin ich überaus gespannt auf das, was Tobias Bielohlawek im Rahmen seiner Diplomarbeit am DFKI zusammenbastelt. WhoAmI?! Gute Frage…

Freie Musik und freie Werkzeuge

Posted in Allgemein by humpaaa on 26. Juni 2007

Dass freie Lizenzen in der Musik durchaus angekommen sind, zeigen zahlreiche Releases unter Creative Commons. Was jedoch meistens dabei völlig außer Acht gelassen wird, ist das Werkzeug mit dem diese Klänge enstehen. Dass es längst nicht immer [Cubase | Logic | Live | Digital Performer | Reason | ProTools | und so weiter…] sein muss, wenn es darum geht, seine eigenen musikalischen Ideen zu Papier digitale Daten zu bringen, soll nun ein Workshop im Kölner Ableger der newthinkingStores zeigen.

Los geht es am Freitag, 29.06.2007 mit einem Vortrag zum Thema Audio mit Linux

„Zur Einleitung wird eine theoretische Einführung gegeben zum Thema „Audio mit Linux“. Es wird ganz besonders über die Möglichkeiten der openSUSE Linux basierten JackLab Audio Distribution (JAD) eingegangen, aber auch für Anwender anderer Linux Distributionen werden die praktischen Beispiele leicht nachvollziehen können.“

Samstag (30.06.2007) gibt es dann den Workshop: Audio mit Linux – Einführung in die praktische Arbeit mit AudioLinux

 

Es wird Themen geben, wie Aufnahmetechniken, Schnitt, Mastering, virtuelle Produktion, grundsätzliches Handling des Jack Audio Servers. Außerdem werden Themen wie „VST auf Linux“ behandelt. Es darf musiziert werden und am Ende sollen ein bis zwei brauchbare Produktionen rauskommen.
Der Workshop wird betreut von zwei Mitgliedern der JackLab Community. Edgar Aichinger lebt in Wien und ist Ton – und Lichttechniker, hat an verschiedenen Theaterproduktionen mitgewirkt und spielt leidenschaftlich gern Renaissance-und Barocklaute. Michael Bohle lebt in Bremerhaven und ist Multimediadesigner, Musiker und Initiator von JackLab.

Die Veranstaltung läuft zweigeteilt ab. Zunächst gibt es am Freitag, 29.06 eine allgemeine, eher theoretische Übersicht, was Linux im Audiobereich zu leisten im Stande ist und welche Hürden da ggf. noch zu nehmen sein werden oder in letzter Zeit genommen wurden. Am nächsten Tag soll dann eine komplette Produktion unter Linux durchgespielt werden. Hier soll dem praktischen Arbeiten mit den entsprechenden Programmen ein großer Raum gegeben werden.

Der Workshop am Samstag kostet 90€, die Veranstaltung am Freitag ist kostenfrei. Beide Veranstaltungen können natürlich auch unabhängig von einander besucht werden, wir empfehlen jedoch die Kombination.Eigene Hardware kann natürlich mitgebracht werden, falls sie transportabel ist, wir können aber ggf. auch Rechner (dann allerdings ohne professionelle Audio-Hardware) stellen.

Weitere Infos und Anmeldung auf der Veranstaltungswebseite des Kölner Stores.

Beide Termine finden im newthinking store Köln, Alteburger Straße 45, 50678 Köln statt. Für Nicht-Kölner der Hinweis, dass es durchaus Zeit erfordert, in der Kölner Südstadt einen Parkplatz zu bekommen!

Evtl. wird es hier im Blog bei Gelegenheit mal einen Überblick über unterschiedliche freie Musiksoftware geben. Dazu muss ich mich allerdings erstmal selber mit der Materie näher befassen. Ich selbst nutze Logic Pro 7 und Ableton Live 5 auf meinem MacBook.

Still, still kein Geräusch gemacht…

Posted in Allgemein by humpaaa on 26. Juni 2007

Still ist’s geworden im Staate Dänemarks Amerikas (ja, es sind mehrere, ich weiss!) – zumindest, was die Netzradios angeht. Was fast wie ein Kunstprojekt anmutet – alle Sender scheinen John Cages 4’33“ in der Endlosschleife zu spielen, ist leider ein trauriger Vorgeschmack auf das, was uns nach dem 15. Juli diesen Jahres blühen wird. Die unersättliche Musikindustrie zeigt einmal mehr, dass ihre Raffgier keinerlei Grenzen zu kennen scheint. Und wie das bei gut funktionierendem Lobbyismus (in Amerika noch aktiver als in Deutschland) so ist, spielt natürlich auch die Politik mit. Ab dem 15. Juli gelten von daher neue Lizenzgebühren für Internetradios in/aus den USA. Und die Musikindustrie wäre nicht die Musikindustrie, wenn sie nicht auch noch rückwirkend Geld (seit dem 01.01.2006) haben wollen würde. Und so kommt es, dass der von mir sehr geschätzte Sender Soma FM nicht nur 500.000 USD für 2007, sondern auch noch 600.000 USD für das Jahr 2006 an rückwirkenden Lizenzgebühren zu zahlen hat. 1.100.000 USD – Einen derartigen Betrag muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen.

Von daher wird heute mit einem National Day of Silence gegen dieses Vorhaben demonstriert. Weitere Infos dazu auf der Webseite von SafeNetRadio.

Auch wenn ich mit der amerikanischen MI nicht sonderlich viel zu tun habe, so sehe ich die Kündigung meiner GEMA-Mitgliedschaft zum Ende diesen Jahres (eher ging nicht) einmal mehr als richtig an!

(via)

mo. mixt. musik.

Posted in Allgemein by humpaaa on 25. Juni 2007

Der Phlowmo hat für die Fritz-Sendung trackback ein feines DJ-Set zusammengestellt.

  1. Justin – [Party Fun With Recorders Volume 1 #03] Rock ‘N’ Roll Boy (www.comfortstand.com)
  2. Willbe – [Waxxelerated #06] Cruise The World (www.williamlamy.com)
  3. enLounge – [Tell Your Friend #03] I Feel Good (www.aquavelvas.com)
  4. Bo Marley – [JTR NET06 #01] Bauhelm (www.jahtari.org)
  5. Brigitte Bijoux – [Le Fleuve Profond #02] Séduction Douce (www.ideology.de)
  6. Phour Trakk – [Detour #02] Return of the Spirit (www.ideology.de)
  7. Eloi Brunelle – [Psychotonic EP #04] My Submarine (www.epsilonlab.com)
  8. The Lounge King – [Wakka Chikka Wakka Chikka – Porn Music For The Masses Volume 1 #04] Ici la Femme (XXX Mix) Louise Vertigo (www.comfortstand.com)
  9. id005_7_-_elliptic-serve_chilled (www.ideology.de)
  10. immer.Chic – [headless ep [mixomat 002]] 04_immer.chic_-_strange_nights__headless_ep_ (www.mixomat-recordings.de)
  11. Whats Left – [speedstar #02] solaris (www.tokyotrauma.com)

Insbesondere die Tracks von Bo Marley und Phour Trakk haben es mir angetan und mich einmal mehr zu entzücktem Downloaden verleitet. Creative Commons ist doch immer wieder etwas Feines.

mo. hat übrigens auch schon zwei weitere feine Mixe erstellt. Hier zu finden.

Ich werde hier demnächst mal den einen oder anderen Netlabel-Act bzw. dessen Release vorstellen.

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