einheiTZbrei

Stillleben

Posted in Uncategorized by humpaaa on 12. November 2008

Wir sehen Sand.
Leicht feucht – es hat geregnet.
Blätter und Eicheln, vereinzelt noch
Der Herbst geht zum Winter über.

Wir verändern den Blick,
„zoomen“ heraus, kameragleich.
Eine Schaukel,
dort hinten eine Wippe
(kommen ins Bild).

Wind, nur leicht
– wie die letzten Ausläufer
eines kaum ausgebrochenen Sturms –
weht durch Gräser,
die büschelweise
vereinzelt
im Sand sprießen.

Ein Spielplatz im Spätherbst.
Die Zeit fröhlichen Lachens
glücklicher Kinder
ist vorbei.

Aus dem Augenwinkel
nehmen wir rechts
eine Bewegung wahr.
Ein kleiner Ball rollt
wie von Geisterhand
ins Bild.
Man sucht vergeblich das Kind,
dass mit ihm zuletzt
gespielt hat.

Betrachtet man das Bild aus gewisser Distanz,
so ist man sich nicht sicher
ob sich hier wirklich gefreut wurde
oder nicht einfach alles nur ein Traum,
ja Wunschvorstellung war.

Das Kind ist weg,
der Ball allein
und vielleicht war es
auch der Wind
und nie ein Kind,
der den Ball stets antrieb
und bewegte.

Aber auch dieser Windstoss
ist längst weitergezogen.

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was bleibt

Posted in Uncategorized by humpaaa on 9. November 2008

was bleibt
ist die musik

nur verhalten

ich erinnere mich nicht mehr

(Audio)

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alter wolf

Posted in Uncategorized by humpaaa on 23. April 2008

war auf der jagd.

mit worten
stimme
und gesten

wohl überlegt!
nie überlegen

langsam
nie träge

ließ nie flüchten
nicht nötig

doch:
statt zu fassen
rückzug? – atemzug! – zum atmen!

doch für wen?

soll er?

(audio)

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Der Kröte verfallen

Posted in r-lesen by humpaaa on 8. September 2007

Seit ich lesen kann, interessiere ich mich – hervorgerufen durch das sehr schöne Buch Balladen für Kinder von Lutz Görner – für Gedichte und Balladen (hat nichts mit den Akustikgitarrenschmuseschnulzen diverser Langhaarbands zu tun). Bis auf wenige aktive Ausnahmen beschränkt sich dies jedoch eher auf die passive Begeisterung aka (laut) lesen.

Kröte im Lichtschacht meines Kellers.

Im Rahmen der Vorbereitung und Sichtung von geeigneten Texten für ein Liebesgedichte-Hörbuch bin ich vor gut zwei Jahren auf das (kreativer Titel ahead) „Liebesgedicht“ des deutschen Satirikers Robert Gernhardt gestoßen, welches seitdem zu meinen Lieblingsgedichten gehört.

Nun hat sich eine Kröte in den Lichtschacht des Kellers verfallenlaufen und Gernhardts Text kam mir (ebenso wie ein netter Techno/Electro-Sampler von 1994) bei Anblick dieser wunderschönen Bufo Bufo direkt wieder in den Sinn:

„Kröten sitzen gern vor Mauern
wo sie auf die Falter lauern.
Falter sitzen gern an Wänden,
wo sie dann in Kröten enden.
So du, so ich, so wir.
Nur – wer ist welches Tier?“

Robert Gernhardt – Liebesgedicht

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sechsundachzig

Posted in r-lesen by humpaaa on 6. September 2007

dinge!

er wartet…
dann da

auch wenn erwartet
und nicht anders
nicht einfach
nicht leicht
doch… klar

Audio

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Zweisam ist besser als einsam…?! Sicher?!

Posted in r-lesen by humpaaa on 25. Juni 2007

Irgendwann im letzten Jahr ist es geschehen. In der Wohnung einer Freundin machte sich Gottfried breit. Und er scheint sich wohl zu fühlen. Ob dies die unfreiwillige Herbergsmutter auch so sieht?!

Nach einem etwa einjährigen Zwischenhalt bei Myspace findet man die Zwiegespräche der besonderen Art seit heute auf Herrgottfriednochmal! Lesenswert – wie auch die anderen Texte Sina Wartmanns. Mein Highlight auf DIN2711: ZKM.